13 Jahre. 13 Jahre ist es her, dass die Beginner, das Rap-Trio aus Hamburg, ihr letzes Album veröffentlichten. Nun sind Eizi Eiz, Denyo und DJ Mad aber zurück und veröffentlichten "Advanced Chemistry". Kann die Musik von damals, von Musikern, die mittlerweile um die 40 Jahre alt sind, aber noch funktionieren?

Von 2005 bis 2009 beeindruckten Snaga & Pillath mit ihren Flows und Punchlines Rap-Deutschland. Snaga kehrte schon im vergangenen Jahr wieder solo zurück, nun ist auch Pillath allein unterwegs. Sein Comeback- und gleichzeitig Solo-Debüt-Album heißt "Onkel Pillo" und erfüllt die Erwartungen der Fans.

Rapper MoTrip ist erst 28 Jahre jung und legte 2015 mit "Mama" erst sein zweites Album vor. Dennoch wagt er in vielen Tracks einen Blick auf die deutsche Rap-Welt und findet dabei ebenso treffende wie kritische Worte. Aber das ist längst nicht alles, was den Longplayer zu einer echten Perle macht.

2001 erschien Azads erstes Solo-Album "Leben" und ist mittlerweile ein Klassiker des Deutschraps. Nun, 15 Jahre und fünf weitere Alben später, folgt die Fortsetzung "Leben 2", die Azad bereits vor Jahren ankündigte. Dabei sagte er, er wolle erneut einen Klassiker schaffen. Ob er das geschafft hat?

Diese Review kommt 15 Jahre zu spät, denn so lange ist es her, dass der Mindener Rapper Curse sein Debüt-Album "Feuerwasser" veröffentlichte, das man heute getrost als einen Klassiker des Deutschraps bezeichnen kann. Irgendwie ist diese Review aber doch wieder passend, denn aktuell hat Curse sein erstes Album unter dem Titel "Feuerwasser15" erneut veröffentlicht und befindet sich damit auf Tour.

Sechs Jahre mussten Fans von Curse auf eine neue Veröffentlichung warten. Nun endlich erschien das Album "Uns" des Mindeners - und es avancierte schon zum am besten platzierten Longplayer des Rappers, obwohl es so ganz anders ist als die Vorgänger-Alben.

"Rap braucht kein Abitur, aber es schadet nicht", rappt Afrob auf seinem neuen Album "Push" und macht damit eine klare Ansage zu einer lange währenden Diskussion über Anspruch und Themen von Rap. Der neue Longplayer des Stuttgarters ist dabei in beiden Welten zu Hause - in der der Abiturienten und derjenigen, die eher Party- und Battle-Musik hören. - Eine Rezension von Stephan Voigt

Vier lange Jahre mussten Fans auf ein neues Album des Rappers Olli Banjo warten. Die Geduld hat sich gelohnt: der neue Longplayer ist so herrlich unkonventionell und erfrischend, wie es zu erwarten war. Obwohl Banjo eine große Fanbase hat und lange im Geschäft ist, gilt eines weiterhin: Mainstream ist er nicht!

"Einzige Mucke, bei der man das, was man sagt auch verkörpern muss", zitiert sich Rapper Megaloh zu Beginn seines neuen Albums gleich selbst. Danach folgt ein Sample der glorreichen Stieber Twins: "Ich weiß, das was ich weiß, das weiß ich. Rap ohne Weitsicht? Uuuh, ich weiß nicht." Und so ist nach wenigen Sekunden klar, was Megaloh auf 15 Tracks vor hat - ehrliche Musik machen und die Brücke von der goldenen Rap-Ära der 1990er zum Heute schlagen. Und der Plan geht auf!

Ein Album von Bushido, das man wohl zu den deutschen Rap-Klassikern zählen darf, heißt "Vom Bordstein bis zur Skyline". Das sollte bedeuten: Der Berliner Rapper kommt aus dem Ghetto und schafft es an die Spitze! Während Bushido dank grandiosem Marketing bereits Millionär ist, könnte Ruhrpott-Rapper Fard sein Album nun so nennen, wie der Berliner vor einigen Jahren. Mittlerweile erschien Fards drittes reguläres Album und beweist, dass die HipHop-Kultur immer noch Sprachrohr für diejenigen ist, die sonst keine Lobby haben.

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