80 Jahre ist Woody Allen mittlerweile alt und dreht immer noch jedes Jahr einen Film. Sein jetzt erschienenes Werk, "Café Society", widmet sich in grandiosen Bildern dem Hollywood der 1930er-Jahre und zeigt einmal mehr: Die Stars stehen immer noch Schlange, um mit dem Altmeister zu arbeiten.

Eine deutsche Komödie? Eine deutsche Komödie über prollige und dumme Schüler sowie überforderte Lehrer? Eine deutsche Komödie mit dem dämlichen Titel "Fack ju Göhte" (ja, alles extra falsch geschrieben)? - Das kann nicht gut gehen, mag man denken. Wer den Film von 2013 sieht, wird überrascht sein: Man kann tatsächlich viel lachen.

Monsieur Claude hat ein schweres Los gezogen: Drei seiner vier Töchter haben keinen Franzosen geheiratet, wie er sie sich vorstellt. Sie haben sich für einen Chinesen, einen Juden und einen Muslim entschieden. Und Tochter vier? Die möchte zum Verdruss der Eltern einen Farbigen heiraten. Und genau darum entspinnt sich eine turbulente Komödie, ein Kassenhit in Frankreich.

The Fighter, Silver Linings und jetzt American Hustle - Regisseur David O. Russell ist ganz groß im Geschäft und verzückt Kritiker und Fans. Sein neuestes Werk ist eine herrliche Mischung aus Krimi, Komödie und Ensemble-Film. Kann "American Hustle", immerhin für zehn Oscars nominiert, aber die hohen Erwartungen erfüllen?

2009 wurde die schräge Komödie Hangover über einen völlig aus dem Ruder gelaufenen Junggesellenabschied in Las Vegas zum Hit, spielte bei Produktionskosten von 35 Millionen Doller locker das Zehnfache wieder ein. Es folgte ein zweiter Streifen über die vier Freunde, deren Filmriss dieses Mal in Thailand stattfand. Nun erscheint Teil drei, die macher sprechen von einem epischen Finale der Trilogie. Dabei gibt es dieses Mal gar keinen Filmriss.

Die romantische Komödie Silver Linings mit Schauspiel-Hoffnung Jennifer Lawrence in der Hauptrolle und David O. Russel, der vor einigen Jahren mit „The Fighter“ für Aufsehen sorgte, als Regisseur, versprach viel. Konnte der Spagat zwischen Kunst und Kommerz wirklich gelingen?

Erfolglose Schauspielerinnen, neurotische Mitglieder der Upper-Class sowie Irrungen und Wirrungen rund um die Liebe - diese Mixtur ist für Woody-Allen-Filme typisch. Wer ihm daher vorwirft, irgendwie immer das gleiche zu drehen, der liegt wohl nicht ganz schief. Dennoch ist "To Rome With Love", die neue Komödie des New Yorker Regie-Meisters, nicht nur sehenwert, sondern der beste Allen-Film seit Jahren.

Zwei Kinder prügeln sich im Park, einem wird ein Zahn ausgeschlagen. Die Eltern treffen sich, um über den Vorfall zu sprechen. Keine ganz außergewöhnliche Situation, die sich aber mehr und mehr zuspitzt und von Minute zu Minute an Dramatik gewinnt, bis die anscheinend netten Paare ihre Masken völlig fallen lassen... Das neueste Werk von Regisseur Roman Polanski ist nicht nur großartig besetzt und inszeniert, es ist einer der besten Filme des Jahres - nach dem gleichnamigen Theaterstück "Der Gott des Gemetzels".

Er bekommt sie alle: Owen Wilson, Rachel McAdams, Marion Cotillard, Adrien Brody und sogar Frankreichs First-Lady Carla Bruni. Woody Allen ist ein Phänomen: Nach Jahrzehnten im Filmgeschäft, in denen nahezu jedes Jahr ein neues Werk erschien, ist der Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler immer noch im Geschäft und dreht mit den ganz Großen. Bei seinem neuesten Streifen "Midnight in Paris" beweist Allen, dass er auch mit 81 Jahren noch witzige und intelligente Komödien schreiben kann.

Man stelle sich vor, Europa wächst langsam zusammen. In einem Jahr werden die innereuropäischen Grenzen abgeschafft. Ein ganzer Kontinent freut sich. Ein ganzer Kontinent? Nein, in einem kleinen belgischen Grenzstädtchen regt sich Widerstand... Und dieser Widerstand wird von "Willkommen bei den Sch'tis"-Macher Dany Boon verfilmt - ein Flop!

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