Zwei Kinder prügeln sich im Park, einem wird ein Zahn ausgeschlagen. Die Eltern treffen sich, um über den Vorfall zu sprechen. Keine ganz außergewöhnliche Situation, die sich aber mehr und mehr zuspitzt und von Minute zu Minute an Dramatik gewinnt, bis die anscheinend netten Paare ihre Masken völlig fallen lassen... Das neueste Werk von Regisseur Roman Polanski ist nicht nur großartig besetzt und inszeniert, es ist einer der besten Filme des Jahres - nach dem gleichnamigen Theaterstück "Der Gott des Gemetzels".

Nase richten, Lippen aufspritzen, Fett absaugen, Falten glätten – dem Streben nach ewiger Jugend und Schönheit sind heute keine Grenzen mehr gesetzt. Der spanische Regie-Meister Pedro Almodovar widmet diesem Thema seinen neuesten Film „Die Haut, in der ich wohne“ – einen Grusel-Film in bester Frankenstein-Manier.

Kate Winslet, Jude Law, Laurence Fishburne, Marion Cotillard, Matt Damon und Gwyneth Paltrow. Was sich wie das Who-is-Who Hollywoods liest, ist das Ensemble vom neuen Steven-Soderbergh-Thriller "Contagion". All diese Stars sind auf unterschiedlichen Erdteilen unterwegs und kämpfen mit den Auswirkungen eines sich weltweit ausbreitenden Virus.

Kunst, Liebe, Ehe, Vergänglichkeit, Original und Kopie. Das sind die Themen des neuesten Films von Regisseur Abbas Kiarostami. Um über diese großen Themen zu sprechen braucht der Iraner nicht viel - eine schlichte Handlung und nur zwei Darsteller. Trotzdem hat "Die Liebesfälscher" einen Fehler.

Weltuntergangsfilme gibt es zahlreiche. Immer dient die Katastrophe dazu, um Tod und Zerstörung möglichst pompös und bildgewaltig in Szene zu setzen. Nicht so, wenn Lars von Trier einen Film über das Ende der Menschheit dreht. Dann gerät die Katastrophe zur Nebensächlichkeit.

Wir schreiben das Jahr 2016: Die Sonnenstrahlung hat vor einiger Zeit extrem zugenommen und die Erde zu einer Einöde werden lassen. Flüsse und Seen gibt es nicht mehr, Bäume und Pflanzen sind verdorrt. Drei junge Leute kämpfen ums Überleben... Endzeitfilme gibt es viele, aber einen aus Deutschland? „Hell“ beweist, dass auch hierzulande sehenswerte Genrefilme entstehen können.

Noch eine! Es gibt bereits zig Verfilmungen von Alexandre Dumas Roman "Die drei Musketiere". Jetzt kommt noch eine hinzu - von Actionspezialist Paul W.S. Anderson ("Resident Evil", "Alien vs. Predator"). Eine historisch korrekte Umsetzung darf man also nicht erwarten - trotzdem ist diese neue, dreidimensionale Verfilmung eine Enttäuschung.

Er bekommt sie alle: Owen Wilson, Rachel McAdams, Marion Cotillard, Adrien Brody und sogar Frankreichs First-Lady Carla Bruni. Woody Allen ist ein Phänomen: Nach Jahrzehnten im Filmgeschäft, in denen nahezu jedes Jahr ein neues Werk erschien, ist der Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler immer noch im Geschäft und dreht mit den ganz Großen. Bei seinem neuesten Streifen "Midnight in Paris" beweist Allen, dass er auch mit 81 Jahren noch witzige und intelligente Komödien schreiben kann.

Und noch ein neuer Aufguss der Planet-der-Affen-Reihe. Und wieder einmal versucht Hollywood Geld mit einem Prequel - also der Vorgeschichte eines bekannten Filmes - zu machen. Und schon wieder muss ein ernstes Thema - Tierschutz - herhalten, um einen Hauch von Handlung für einen Actionfilm zu liefern. Die Vorbehalte vor "Planet der Affen: Prevolution" können vielfältig sein, ganz zutreffen tut aber keiner davon.