Und noch ein neuer Aufguss der Planet-der-Affen-Reihe. Und wieder einmal versucht Hollywood Geld mit einem Prequel - also der Vorgeschichte eines bekannten Filmes - zu machen. Und schon wieder muss ein ernstes Thema - Tierschutz - herhalten, um einen Hauch von Handlung für einen Actionfilm zu liefern. Die Vorbehalte vor "Planet der Affen: Prevolution" können vielfältig sein, ganz zutreffen tut aber keiner davon.

Regisseur J.J. Abrams ist nicht nur für Fernsehserien wie "Lost" und "Alias - Die Agentin" verantwortlich. Er führte Regie beim dritten Mission-Impossible-Streifen, bei der Star-Trek-Neuauflage (2009) und schrieb zahlreiche Drehbücher. Filme macht Abrams seit er Jugendlicher ist. Und genau diese Erfahrung eines jungen Kreativen mit vielen Ideen und wenig Mitteln diese umzusetzen verpackt der Star-Regisseur jetzt in einem sehr persönlichen und stellenweise sogar lustigen Horror-Thriller.

Man stelle sich vor, Europa wächst langsam zusammen. In einem Jahr werden die innereuropäischen Grenzen abgeschafft. Ein ganzer Kontinent freut sich. Ein ganzer Kontinent? Nein, in einem kleinen belgischen Grenzstädtchen regt sich Widerstand... Und dieser Widerstand wird von "Willkommen bei den Sch'tis"-Macher Dany Boon verfilmt - ein Flop!

1997 erschien der erste Harry-Potter-Roman, jetzt endet alles: Der letzte Film "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2" läuft in den Kinos. Eine Generation jugendlicher Leser ist mit dem Zauberlehrling Erwachsen geworden, genau wie Harry und seine Freunde Hermine und Ron erwachsen wurden und so, wie die Filme sich vom fantasievollen Jugend- zum düsteren Erwachsenenfilm entwickelten.

Lange nackte Frauenbeine stolzieren eine Treppe hoch. Die Schöne greift nach einem großen weißen Plüschhasen, geht zum Bett, in dem ihr Freund und zweifache Weltretter Sam Witwicky liegt. Der wird dann von einem süßen Schmollmund auf zwei langen Beinen geweckt, bekommt den Hasen als Glücksbringer geschenkt, nachdem sich die langen Beine über den im Bett Liegenden gehockt haben. - Wenn ein Film so plump-erotisch beginnt, kann er nur besser werden. Transformers 3 beginnt so und wird besser - viel besser.

Alles begann 1944 in einem Konzentrationslager in Polen – der erste X-Men-Film aus dem Jahr 2000 genauso, wie der jetzt aktuelle. Das Prequel „X-Men: Erste Entscheidung“ beginnt mit der gleichen Szene, beleuchtet dann aber die Vorgeschichte der Mutanten. Und das ist sehenswerter als der Vorgänger-Film – oder besser der dritte Nachfolger?

Die USA werden im Film - und nur dort - mit allem fertig: Naturkatastrophen, Alien-Invasionen, Meteoriten, Dinosauriern aus dem Jurassic Park und Riesenechsen wie Godzilla. Nicht aber mit einer in aller Abgeschiedenheit aufgewachsenen 17-Jährigen namens Hanna. Das zeigt der neue Klasse-Thriller von Joe Wright.

Dass ausgerechnet ein tuntiger Korsar mit zuviel Mascara im Gesicht das Piratenfilm-Genre retten und Schauspieler Johnny Depp zu einem Megastar machen würde, war kaum zu erwarten. 2003 geschah dies aber mit dem ersten „Fluch der Karibik“-Film. Jetzt läuft schon Teil vier in den Kinos und ein Ende ist nicht absehbar. Zum Glück?!

Regisseur Kenneth Branagh hat sich bisher vor allem durch Shakespeare-Verfilmungen einen Namen gemacht. Nun zeigt er sich für die Verfilmung des Marvel-Comics Thor verantwortlich. Ein kühnes Unterfangen für Studio und Regisseur. Es gibt schließlich viel zu verlieren - Geld und Reputation.

Die Brüder Grimm treffen auf Twilight - das könnte eine Kurzformel für "Red Riding Hood" sein, in dem das Märchen um Rotkäppchen variiert und zu einer Mischung aus Horror-Thriller und Film über das Erwachsenwerden verändert wird, von Twilight-Regisseurin Catherine Hardwicke. Wer aufgrund des Themas der aufkeimenden Sexualität ähnlich anspruchsvolles Kino wie in "Black Swan" erwartet, wird allerdings bitter enttäuscht. Trotzdem gibt es einen Grund, "Red Riding Hood" zu sehen: Amanda Seyfried.