Nun hat mein Snapchat also eine Erinnerung. Bei mir wurde die Funktion "Memories" freigeschaltet, über die ich in den vergangenen Tagen mehrfach gebloggt habe. Hier möchte ich nun meine Erfahrungen mit der neuen App-Option darstellen.

"Memories" wird Snapchat deutlich verändern, weil es an dem Grundsatz rüttelt, dass das Social Network mit dem Geist nur ganz aktuelle Bilder und Videos zur Verbreitung zulässt und dass die Snaps nach maximal 24 Stunden wieder gelöscht werden. Ich hatte in den vergangenen Tagen bereits mehrfach darüber geschrieben, da nun aber diese tatsächlich große Veränderung bei mir auf dem Smartphone Einzug hält, werde ich meine Erfahrungen hier mitteilen und auch ständig aktualisieren.

Tag 1 - 10. Juli 2016:

Heute erhielt ich, wie angekündigt, vom Team Snapchat die Mitteilung, dass bei mir "Memories" freigeschaltet sind. Wenn ich mich im Kamerabildschirm befinde und nach unten wische, dann erscheint der Memories-Bildschirm. Nun kann ich Snaps und Fotos importieren. Allerdings sind meine auf dem Smartphone gespeicherten Storys, die von Snapchat schnell gefunden werden, allesamt zu lang, um noch importiert zu werden. Mehr Glück habe ich beim Importieren von geschossenen Fotos. Ich wähle ein Bild aus, das ich damals ausdrücklich nicht mit der Snapchat-App angefertigt habe - und voilà: Es wird importiert und ich kann es gleich in eine Story einbauen oder einem Freund schicken.

Probehalber veröffentliche ich das Bild als Story und muss sagen, dass das gut aussieht. Um das Bild herum wird ein weißer Rahmen gelegt und oben in der Ecke steht, wann ich das Bild aufgenommen und woher ich es importiert habe (siehe Foto). So macht Snapchat transparent, dass das Bild oder Video eben nicht mehr aktuell ist.

Update 1 - 16. Juli 2016:

So, nun habe ich einige Tage mit "Memories" experimentiert und muss sagen, dass diese neue Funktion, ähnlich wie die Snapchat-App allgemein, nicht wirklich einfach zu verstehen und selbsterklärend ist.

Ich habe in der Zwischenzeit zwei kurze Storys veröffentlicht - einmal über meine ersten Memories-Versuche und dann über den derzeitigen Hype PokemonGo. Beide Storys habe ich abgespeichert und so erscheinen sie nun mit jeweils einem großen Bild, wenn ich zu "Memories" wische. Wenn ich lang auf die Storys klicke, kann ich mir die einzelnen Snaps ansehen und der gesamten Geschichte einen Namen geben, sodass ich sie später wiederfinde, wenn ich danach suche. Leider funktioniert bei mir das Wiederverwenden von Videos in neuen Storys nicht, Bilder kann ich aber erneut posten. Das scheint eine Kinderkrankheit zu sein, die hoffentlich bald behoben wird.

Spannend aber ist die Suchfunktion. Natürlich kann man nach den jeweiligen Storynamen suchen, aber Snapchat gibt einzelnen Bildern und Videos auch selbst Schlagworte. So sind Bilder, auf denen ich als Bart- und Brillenträger zu sehen bin, auch unter dem Suchwort "Beard" und "Glasses" zu finden. Das Aufnahmedatum wird ebenfalls abgelegt, denn meine bisherigen Snaps sind auch unter "Juli" zu finden und ein Bild meines PC-Keyboards wird auch mit den Suchworten "Computer" und "Keyboard" ausgespuckt.

Ich bin nun gespannt, wie "Memories" funktioniert, wenn erstmal mehr Storys dort abgelegt sind.

Update 2 - 22. Juli 2016:

Ich habe nun ein paar Erfahrungen mit Memories von Snapchat gesammelt und habe versucht das zu machen, was viele nun von den Usern erwarten: hochwertigeren Content liefern. Als ersten und für mich wichtigen Schritt habe ich mir ein Einstiegs- und ein Ende-Bild für meine Storys entworfen. Der Journalist und Social-Media-Influencer Richard Gutjahr hat soetwas ja schon lange und dank "Memories" kann sich nun jeder Snapchatter solche Bilder anfertigen, sie abspeichern und dann als erstes und letztes Bild einer Geschichte posten. Das ist besonders hilfreich, um den Zuschauern deutlich zu machen, wo die eigene Geschichte anfängt und aufhört, schließlich werden die Storys seit einiger Zeit hintereinander abgespielt, sodass die Übergänge leider so fließend sind, dass man nicht mehr genau weiß, wem man da nun eigentlich gerade zusieht.

Update, 28. Juli: Wie ich diese Start- und Ende-Bilder erstellt habe, ist hier detailliert nachzulesen: Tipp: Start- und Ende-Bild für Snapchat-Storys erstellen.

Mehr zum Hintergrund

Meine erste Ankündigung von Snapchats "Memories" ist hier zu finden: Memories: Snapchat kündigt gewaltige Veränderung an. Außerdem habe ich einen Kommentar dazu veröffentlicht, weshalb ich große Veränderungen bei Snapchat begrüße und bei Twitter eher skeptisch bin: Kommentar: Ungleichbehandlung von Snapchat und Twitter.

Meine sozialen Profile

Wo ich überall im Social Web zu finden bin, steht übrigens hier: Social Networks.

 

 

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