Die Foto-Community Instagram ist wahnsinnig beliebt und macht es den Usern wahnsinnig einfach Fotos und Videos zu teilen - auch auf anderen sozialen Netzwerken. Dieser Beitrag soll zeigen, dass der einfache nicht immer der beste Weg ist und dass man ihn, wenn man ihn denn beschreiten möchte, richtig gehen sollte.

Wer mit Instagram ein Foto gemacht und/oder bearbeitet hat, kann kurz vor dem Veröffentlichen entscheiden, ob das Bild auch in weiteren sozialen Netzwerken gestreut werden soll: Facebook, Twitter, Tumblr, Swarm und Flickr stehen zur Auswahl. Sollte man diese einfache Methode aber wirklich wählen?

Wann macht das automatische, gleichzeitige Veröffentlichen Sinn?

Die einfache Antwort: In den seltensten Fällen! Weshalb? Ganz einfach: Jedes soziale Netzwerk hat seine Eigenheiten, seine eigene Tonalität. Bestes Beispiel dafür sind Facebook und Twitter. Ein gutes Facebook-Posting ist wahrscheinlich eher ein mieser Tweet. Wer tiefer in die Netzwerke eintaucht, der wird merken, dass die Sprache sich jeweils unterscheidet, User vielleicht auch ganz andere sind und daher schon anders angesprochen werden wollen/müssen/sollten.

Sinn aber kann es machen, ein Instagram-Posting auch bei Twitter zu veröffentlichen. Beide Netzwerke nutzen Hashtags und andere Nutzer werden mit @Username getaggt, sodass die grundsätzlichen Funktionen schonmal gleich sind. Klar, wenn man sein Instagram-Post automatisch bei Twitter veröffentlicht, wird das Bild dort nicht zu sehen sein - wohl aber ein Link zu Instagram. "Dann fehlt ja das eigentliche Highlight - das Bild nämlich", werden nun einige denken. Das stimmt, aber schon allein aus Zeitgründen könnte die Funktion, das Posting über die Instagram-Twitter-Schnittstelle zu veröffentlichen, hilfreich sein. Zum anderen werden auf diese Weise beide Netzwerke miteinander verknüpft, Twitter-Follower werden auf den Instagram-Account aufmerksam und folgen dann vielleicht auch diesem. Außerdem hatte ich bislang selten so hohe Interaktionsraten bei Twitter, wie bei meinen Postings mit Link zu Instagram. Einer dieser Tweets steht nach einigen Tagen aktuell bei einer Interaktionsrate von 27,7 Prozent. Es scheint doch sehr verlockend zu sein, zu sehen, welches Foto sich hinter dem Link verbirgt.

Was ist bei der Verknüpfung von Twitter und Instagram zu bedenken?

Zunächst ist bei der Verknüpfung von Instagram- und Twitter-Account zu bedenken, dass ein Tweet nur eine sehr begrenzte Länge hat und auch für den Link zu Instagram noch einige der 140 zulässigen Zeichen abgezogen werden müssen. Ist das Instagram-Posting länger, wird es hinten abgeschnitten.

Daher sollten wichtige Hashtags im vorderen Teil des Postings stehen, idealerweise schreibt man auf Instagram schon so, dass der erste Teil als eigenständiger und kompletter Tweet gelesen werden kann. Wer das nicht kann oder möchte, der darf sich damit beruhigen, dass einige Twitter-Nutzer den abgeschnittenen Tweet vielleicht wie einen Cliffhanger sehen und daher besonders gern auf den entsprechenden Link klicken.

Ganz wichtig - und zwar für alle Instagram- und Twitter-Nutzer - ist aber: Wer sich in beiden Netzwerken anmeldet, sollte den gleichen Usernamen wählen. Ich wollte selbst neulich ein Instagram-Posting automatisch auch bei Twitter veröffentlichen und musste feststellen, dass ein User, den ich taggen wollte, bei Twitter anders heißt als bei Instagram. Ich habe ihn also mit Twitternamen im vorderen Teil des Posts erwähnt (ein Tweet kann schließlich nicht mehr editiert werden), habe das Bild sowohl bei Instagram als auch bei Twitter veröffentlicht und musste dann bei Instagram noch einmal Hand anlegen und den Usernamen manuell korrigieren - umständlich!

 

All meine Profile in sozialen Netzwerken sind übrigens hier zu finden: Social Networks.

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