Roland Emmerich hat eine Leidenschaft: die Welt zerstören. In "2012" stirbt unsere Zivilisation wegen des Ende des Maya-Kalenders, in "The Day After Tomorrow" sind es Naturgewalten, in "Independence Day" Außerirdische und in "White House Down" Terroristen, die die Welt bedrohen. In Emmerichs neuestem Werk wird zwar nicht die Welt als Ganzes bedroht, dafür aber das Weiße Haus als Symbol für Amerika als Demokratie. Und das ist in Hollywood-Blockbustern ja gleichzusetzen mit dem Ende der Welt.

Wer kennt die Sängerin Kaye-Ree? Wohl bislang nur wenige - leider. Die Frankfurterin mit persisch-deutschen Wurzeln veröffentlichte jetzt mit "New Air" ihr bereits zweites Album, das mit seiner Mischung aus Pop, Soul, R&B und Folk ein echtes Ereignis mit Ohrwurmqualitäten ist.

Robert Redford gehört als Schauspieler und Regisseur zu den Großen in Hollywood, machte sich in den vergangenen Jahren aber auf der Leinwand rar. Entsprechend sind neue Redford-Werke Ereignisse, auch, weil sie meist nicht nur spannend sondern auch klug sind. Das gilt auch für "The Company You Keep - Die Akte Grant".

Regisseur James Mangold, bekannt für das Johnny-Cash-Biopic "Walk the Line", führt Regie beim neuen Superhelden-Film um X-Man Wolverine. - Wer bei dieser Ankündigung auf einen ähnlich ernsten und charakterlich tiefen Film wie bei Christopher Nolans Dark-Knight-Trilogie hoffte, der wird bei "Wolverine: Weg des Kriegers" enttäuscht. Dennoch ist der Film sehenswert.

2009 wurde die schräge Komödie Hangover über einen völlig aus dem Ruder gelaufenen Junggesellenabschied in Las Vegas zum Hit, spielte bei Produktionskosten von 35 Millionen Doller locker das Zehnfache wieder ein. Es folgte ein zweiter Streifen über die vier Freunde, deren Filmriss dieses Mal in Thailand stattfand. Nun erscheint Teil drei, die macher sprechen von einem epischen Finale der Trilogie. Dabei gibt es dieses Mal gar keinen Filmriss.

Eine US-Militärbasis wird angegriffen, danach taucht ein Bekenner-Video eines Mannes auf, der Osama Bin Laden deutlich ähnelt. Er werde Amerika weiter mit Terror überziehen und niemand wird ihn kommen sehen, sagt er. So beginnt die dritte Verfilmung der "Iron Man"-Comics - realistischer und bedrohlicher als alle Teile vorher. Wer nun eine neue Ernsthaftigkeit ähnlich der Dark-Knight-Trilogie von Regisseur Christopher Nolan erwartet, der irrt nur zum Teil.

Korruption, Mord, Machtspiele und Intrigen - New York wird in "Broken City" als genau das hingestellt: eine kaputte Stadt, in der niemand eine weiße Weste hat. Der Thriller um Ränke in den höchsten politischen Sphären kurz vor der Bürgermeisterwahl hat ein echtes Star-Ensemble zu bieten, kann aber leider trotzdem mit wenig Neuem aufwarten. Schade.

"Einzige Mucke, bei der man das, was man sagt auch verkörpern muss", zitiert sich Rapper Megaloh zu Beginn seines neuen Albums gleich selbst. Danach folgt ein Sample der glorreichen Stieber Twins: "Ich weiß, das was ich weiß, das weiß ich. Rap ohne Weitsicht? Uuuh, ich weiß nicht." Und so ist nach wenigen Sekunden klar, was Megaloh auf 15 Tracks vor hat - ehrliche Musik machen und die Brücke von der goldenen Rap-Ära der 1990er zum Heute schlagen. Und der Plan geht auf!